Theaterfreunde Neukirchen e. V.

 

Wir über uns 

 Vereinsgeschichte

Eine Reise in die Vergangenheit

Bereits vor dem 2. Weltkrieg wurde in Neukirchen schon Theater gespielt. Am 15.08.1920 fand daher die Gründungsversammlung der „Theatergesellschaft „Humoristen“ Neukirchen" mit dem Vorsitzenden Karl Gessenharter statt. Ab dem 20.12.1924 nannte sich der vier Jahre zuvor gegründete Verein „Original Bauerntheater Neukirchen b. Traunstein (Obby.)“. Damals zogen die Spieler noch von Ort zu Ort und so waren sie unter anderem in Surberg, Bad Reichenhall, Höglwörth, Anger, Oberteisendorf, Teisendorf, Holzhausen, Heutau, Siegsdorf und auch in Nußdorf zu sehen. Unsere Recherchen ergaben, dass innerhalb 2 Jahre bis zu 9 Stücke gespielt wurden und zum Proben oftmals nur 5 Wochen blieben.
         Ab 1939 kam es aufgrund des Krieges zur Auflösung Theatergesellschaft und die Bühne wurde dem Trachtenverein d’Schwarzenberger übergeben. Die Vorstandschaft des Trachtenvereins verpflichtete sich den alten Theatergeist aufrecht zu erhalten. Während des Krieges lebte dieser Theatergeist weiter, denn den Erzählungen zufolge sind Frauen in Männerrollen geschlüpft und konnten so sie der oftmals trostlosen Gegenwart zumindest für einen Augenblick entfliehen.
Im Jahr 1946 wurde dann bei der ersten Trachtenversammlung beschlossen, die von den amerikanischen Truppen vollständig zertrümmerte Bühne wieder in Stand zu setzen. Nach harter Arbeit konnte Weihnachten 1946 nach altem Brauch wieder ein Theaterstück aufgeführt werden. Ab 1961 wurden dann nur noch Einakter gespielt und 1972 endete die gesamte Spieltätigkeit.  

Wiedergründung Theatergruppe

Rund 16 Jahre später riefen einige Theaterfreunde in Neukirchen wieder eine Theatergruppe ins Leben. Und so wurde im Rahmen des Trachtenhoagarts im Frühjahr 1988 nach langer Zeit wieder ein Einakter („Geständnis im Kartoffeldämpfer“) aufgeführt.

Auch im Jahr 1989 wurde ein weiteres Stück („Wer steckt da in der Lederhose“) im Saal des Gasthauses zur Post gespielt. Die damaligen Spieler waren fast ausschließlich Mitglieder des örtlichen Trachtenvereins und so fanden Gespräche mit den Vorständen des Trachtenvereins und des örtlichen Burschenvereins statt. Man kam aber zu dem Ergebnis, dass man von einer finanziellen Unterstützung dieser Vereine absieht. Die Bühne im Saal des Gasthaues zur Post aus alten Jahren soll aufgemöbelt und nach und nach von dem Geld der Aufführungen erneuert werden.

Im darauffolgenden Jahr konnte jedoch aufgrund Umbauarbeiten im Gasthaus zur Post der Saal und somit auch die Bühne nicht genutzt werden. 1990 beschloss daher die damalige Theatergruppe im Haus des Gastes (dem heutigen Neukirchner Festsaal) zu spielen. Hier war aber keine Vorrichtung für eine Theaterbühne vorhanden und die damaligen Spieler mussten die Kosten des Bühnenbaus größtenteils aus eigenen Mitteln vorstrecken.

Um zukünftig finanziell und auch rechtlich abgesichert zu sein, wurde dann im Jahr 1991 unser heutiger Verein „Theaterfreunde Neukirchen e. V.“ gegründet. Der Verein wuchs seitdem von den 11 Gründungsmitgliedern auf inzwischen über 100 Mitglieder.

Die Gründungsmitglieder unseres heutigen Vereins sind …

Zollhauser Albrecht      (1. Vorsitzender)

Reitschuh Monika        (2. Vorsitzende)

Dürer Erna                   (Schriftführerin)

Reitschuh Hubert         (Kassier)

Strehhuber Brigitte       (Beisitzerin)

Gastager Kurt              (Beisitzer)

Breitwieser Johann

Brandl Hans

Aicher Christine

Enzinger Elfriede

Zollhauser Andreas


Heute …

… können wir stolz sagen, dass wir seit 1988 ohne Unterbrechung jedes Jahr ein Theaterstück auf die Bühne brachten.

Besonders viel Engagement wird immer wieder aufs Neue in das Freilichttheater gesteckt. Schon viermal fand in der Zeit der Köhlerwochen im Juli / August auf dem Neukirchner Skiliftgelände ein Theater auf der Freilichtbühne statt. Die Bühne dafür wird in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Köhlerverein jedesmal komplett neu und individuell gebaut und danach wieder vollständig abgebaut.

2015 wurde das ursprünglich fünfstündige Stück „s’Hogmoarglöckerl“ verkürzt und auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Durch diese Neuinszenierung liegen nun die Rechte bei den Theaterfreunden Neukirchen und der mehr als 350-stündige Aufwand hat sich durch einen durchschlagenden Erfolg beim Publikum ausgezeichnet.

Aber auch die Theaterstücke, welche in der Fastenzeit im Festsaal Neukirchen aufgeführt werden, finden großen Zuspruch - vom klassischen Bauerntheater über eine beinah kriminelle Komödie Ende des 19. Jahrhunderts bis hin zum modernen Lustspiel in der heutigen Zeit. Unser Verein entwickelt sich ständig weiter und begeistert mit den verschiedensten Stücken das Publikum.